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Balkon-Tisch 2

Kurz nach der Veröffentlichung des ersten Teils packte mich der Ehrgeiz und es ging weiter.

Als erstes habe ich die Kunstruktion noch leicht überarbeitet (die rechten Beine mussten weiter auseinander, sonst kann an der Stirnseite kein normaler Mensch sitzen…

Also eben ein neues Stück Dachlatte abgesägt (irgendwie liegt davon noch soviel rum, hab mich bei der Bank ein bisschen vertan mit dem Bedarf) und diesmal anstatt den rechteckigen Aussparungen zwei Löcher gebohrt in denen die inneren Beine Platz finden.

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Als nächstes konnte ich endlich mal diese Gummi-Seile verwenden, vor denen ich schon als Kind immer im Baumarkt stand und sie unbedingt haben wollte, auch wenn ich bis heute keine wirklich sinnvolle Verwendung dafür hatte…

BIS HEUTE!

Dadurch, dass die inneren Beine in den äusseren stecken, wenn der Tisch zusammengeklappt ist, konnte ich die Fixierung Richtung Ende der äusseren Beine legen und alles hält bomben fest. Man kann den Tisch im zusammengeklappten Zustand sicher (an den verriegelten Beinen) tragen ohne dass sich irgendwas bewegt.

Einfach eine Öse auf der einen Seite reingeschraubt

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und auf der anderen Seite eine aufgebogene Öse einen Haken. (Natürlich ist das eine aufgebogene Öse ;))

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damits auch hält ist das Seil etwas „zu kurz“.

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Es soll ja seine magische Gummi-Kraft sinnvoll ins Projekt einbringen… An beiden Enden einen stramm gezogenen Knoten und fertig ist die Laube.

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(gerade beim nochmal Lesen aufgefallen: natürlich sind die Bilder hier drüber nach dem Lasieren entstanden 😛 ist doch irgendwie in komischer Bruch im Beitrag… Hatte davon aber leider keine Bilder im unbehandelten Zustand gemacht…)

Dann habe ich angefangen zu schleifen… Mit 240er Papier auf einem Schleifklotz vom Discounter. Ging super war nur unangenehm schweißtreibend bei dem Wetter gerade. Ich habe die Oberseite und die Aussenkanten geschliffen, abgebürstet, gewässert, geschliffen, abgebürstet, gewässert und nochmal geschliffen. Jetzt ist es glatt wie ein Baby-Popo eine Nektarine.

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Alle Ecken habe ich leicht verrundet. Die Fasen der Spalten habe ich mit einem Schleifschwamm (Auch aus dem Set vom Discounter :D) glatt geschliffen. Auch die Stirnflächen habe ich im Gegensatz zur Bank, diesmal geschliffen. Schließlich sitzt man da direkt vor und guckt direkt drauf. Ist wie der Unterschied zwischen dem Schrank vor der Toilette und dem Schuhschrank, beim ersten werden einem (spätestens dem Besuch) wohl eher Kleinigkeiten auffallen als beim zweiten…

Nach einem weiteren Abbürsten habe ich eine Malerfolie über meine Werkbank und vor Allem den Fußboden gelegt.

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Dann musste ich erstmal die Lasur suchen…
Schiet Aufräumerei immer…
Am Ende Stand sie tatsächlich in der Schublade mit den Farben… *Homer-Simpson-Dooh*

Noch eben alles ab, was ab geht (die „Tischplatte“ habe ich aber zusammen gelassen) und schon kanns losgehen.

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Auch diesmal kamen in Vorder- und Rückseite der Tischplatte noch je 4 Schrauben 5×120. Diese längsten gerade verfügbaren Schrauben habe ich genommen, weil die Malerfolie doch ziemlich dünn ist und sich sehr schnell aufbläht wenn mal nen Luftzug kommt. Eben dieser Luftzug ist aber ja gewünscht. Es soll ja nicht die komplette Wohnung nach der Lasur riechen, auch wenn die relativ geruchsarm ist.

Vom Pinseln gibt’s keine Bilder, erstens wollte ich mein Handy nicht einsauen und zweitens hat wohl jeder eine Waschmaschine, der er beim Waschen zuschauen kann, das ist spannender als Bilder vom Pinseln.
In diesem Sinne: Meine Waschmaschine…

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Angefangen habe ich mit der Unterseite und den umlaufenden Kanten. Dann kam (mal kurz überlegen… oh, das wird spannend…): die Oberseite inklusive der Spalte.

Den Zwischenschliff sparte ich mir. Der dreifache 240er Schliff mit Wässerung dazwischen hat eine sehr gute Oberfläche erzeugt. Die zweite Lasurschicht tat ihr übriges.

Da ich die Tischfläche ja montiert gestrichen habe, sind auch die Schrauben angepinselt gewesen.

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Die habe ich alle rausgeschraubt (seitenweise). Anschließend habe ich die (ja ungeschützten) Schraublöcher mit Hilfe einer Spritze (natürlich inklusive Kanüle) mit Clou Holz-Siegel (stand hier noch rum) geflutet und es wieder abgesaugt, damit sie komplett davon benetzt waren. Dann kamen neue Schrauben (was soll der Geiz? Gabs eh im 100er-Pack…) in die noch nassen Löcher. Wie viel das bringt wird die Zeit zeigen. Ich denke mal, die ungeschützten Flächen zwischen Teil A/B und der Beplankung werden früher Probleme machen. Hier werden sich durch die Bewegung des Holzes unweigerlich Spalten öffnen und dann kann das Wasser da munter stehen und das Holz wird gammeln. Aber beim Tisch gilt (noch um, einiges mehr als bei der Bank) der Ansatz, dass ich ihn bis es problematisch wird nicht mehr haben werde, diese Wohnung ist definitiv keine Lösung auf Dauer, Wohnraumwände/Decken langfristig mit einer anderen Partei zu teilen gibt mir nicht den Komfort, den ich gerne hätte. Oder kurz: mittelfristig hätte ich gerne ein Haus.

Damit nicht so lange so viel Wasser auf dem Tisch steht lagere ich ihn halb aufgeklappt, dann ist die Tischfläche schräg und der Großteil des Wassers kann abfließen. Oder einfach zusammengeklappt auf der Bank.

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Zum kompletten Aufbau lehnt man ihn einfach an die Bank und klappt das zweite Beinpaar raus.

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Hier noch ein Bild vom Gesamtkunstwerk.

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~ Finn

Balkon-Tisch 1

Wie angekündigt gibt’s hier eine kurze Doku des Tischbaus.

Zu allererst gab es einen Prototypen bestehend aus einem Reststück Küchenarbeitsplatte und den unveränderten Beinen, um ein Gefühl für die Höhe zu bekommen (kein Bild vorhanden…)

Weiter ging es mit dem Bauplan(anklicken für ein großes Bild davon)

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Als nächstes musste etwas Kühlung für mich her…

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Mal eben die 30€ Baumarkt-Gehrungssäge auf den Tisch gespaxxt

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Die Maße auf einer Dachlatte angezeichnet und zugeschnitten

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Dann habe ich die Beine (die ich inzwischen eingekürzt und mit Einstellfüßen versehen habe) auf Teil C und D geschraubt, und alles zum ausprobieren auf die Tischplatte geschraubt. Spätestens jetzt sieht wohl jeder, dass es ein Klapptisch wird. Stellfläche ist nunmal ein begrenztes Gut auf dem Balkon, seitdem die Bank draussen steht passen mit viel drücken nur noch 3 Wäscheständer auf den Balkon, wenn man mal Bettwäsche wäscht sind die aber zu wenig.
(hier fehlen irgendwie Bilder…)

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Weil ich mit dem Meter Tischlänge nicht ganz hingekommen bin, mussten für die inneren Beine Aussparungen in Teil C gestemmt werden.
Los gings mit einer großen Bohrung007_tisch_klein

 

Im Anschluss wurde das Ganze mit einem Stemmeiesen freigestemmt.
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Noch eben die Verschlüsse drauf

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Dann folgte auch schon die Beplankung:

Als Abstandshalter dienen die gleichen Hilfsstücke wie bei der Bank.

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Erstmal anzeichnen, damit es auch ordentlich wird.

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Im Anschluss vorbohren, für Weichholz sind diese Teile hier vom Discounter tatsächlich zu gebrauchen, dass ein leichter Abdruck entsteht ist nicht schlimm, die Bretter werden eh noch abgeschliffen.
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Hier zeigt sich einer der Vorteile von den 8mm Spaltmaß: einfach eine Hand voll Dübel zwischenstecken und die Spalte passen013_tisch_klein

Nachdem ich den Tisch einmal auf dem Balkon hatte, war klar, die Ecke muss weg.

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Darauffolgend wurden die Enden von Teil A und B noch angeschrägt.

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Und schon ist der Tisch mechanisch(fast) fertig(es fehlt noch eine Verriegelung für den eingeklappten Zustand). Bauzeit war eine gute Stunde.

Das aufwändigste kommt aber noch…
Die Oberflächenbearbeitung…
Schleifen, Pinseln, Schleifen Pinseln. Wenn das fertig ist, folgt der nächste Beitrag zum Thema mit Details und einem Bild vom fertigen Tisch auf dem Balkon.

(ich muss mir angewöhnen noch mehr Bilder zu machen, dabei hattte ich gefühlt die ganze Zeit das Handy in der Hand und hab eifrig geknipst)

 

~Finn

[Hier geht’s zum zweiten Teil]